Dr. med. Mirja Effing - Praxis für Allgemeinmedizin . Ernährungsmedizin . Funktionelle Medizin

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Funktionelle Medizin

Schwermetall-Ausleitung (Chelattherapie)

Für die Schwermetallausleitung mit Chelattherapie gibt es zwei hauptsächliche Anwendungsgebiete.

 

Das erste große Gebiet ist die Schwermetallbelastung, die durch ständige Verunreinigung der Umwelt eine immer größere Rolle spielt. Ob es die Meere betrifft (und damit verbunden die Fische), die Böden (und damit verbunden das Obst und Gemüse) oder die Luft, die wir direkt einatmen, wir können einer Schadstoffbelastung fast nicht mehr aus dem Weg gehen. Durch einen Urintest nach vorheriger Infusionsgabe von Chelatoren können Schwermetalle gemessen werden. Anschließend können diese durch Chelatierung ausgeleitet werden. Inzwischen kann man bei vielen Erkrankungen eine Schwermetallbelastung feststellen. Ein Beispiel sind hierfür die Autoimmunerkrankugen und das Reizdarmsyndrom.


Das zweite Anwendungsgebiet sind die kardiovaskulären Erkrankungen und Diabetes mellitus Typ 2.


In einer groß angelegt Studie, der sogenannten TACT Studie, konnte gezeigt werden, dass die Schwermetallausleitung deutlichen Nutzen bringt - mehr als die meisten Diabetes-Medikamente z.B. - und eine gute Alternative zu den operativen Verfahren bei Arteriosklerose darstellt. Die Therapie erfordert allerdings viel Geduld und Zeit.

 


Die Chelattherapie wurde das erste Mal 1950 in Amerika angewandt, um eine Bleivergiftung bei Fabrikarbeitern zu behandeln. Dabei ist aufgefallen, dass es ihnen anschließend auch allgemein deutlich besser ging. Insbesondere Herzbeschwerden verschwanden, so dass die Therapie bereits in dieser Zeit bei Durchblutungsstörungen des Herzens eingesetzt wurde. Als ab 1967 die operativen Verfahren aufkamen, verschwand die Chelattherapie wieder. Nach dieser nun veröffentlichten Studie macht es durchaus Sinn, diese Methode wieder mehr zu nutzen.